Bei Kartenzahlung immer Landeswährung wählen

Mehr als die Hälfte der Brandenburger kaufen mindestens gelegentlich in Polen ein, wie eine Repräsentativbefragung im Auftrag der Verbraucherzentrale Brandenburg ergab. Was Verbraucher beim Bezahlen und Umtausch von Geld im Nachbarland beachten müssen, erklärt Dr. Katarzyna Guzenda, Leiterin des Deutsch-Polnischen Verbraucherinformationszentrums der Verbraucherzentrale.

 

Wie kann ich Polen zahlen?
Guzenda: „Polen gehört noch nicht zu den Euro-Ländern, dort kann man grundsätzlich nur mit Zloty zahlen. In den Grenzregionen nehmen viele Geschäfte die Zahlungen auch in Euro entgegen. Das ist jedoch eine freiwillige Entscheidung des jeweiligen Händlers. In der Regel ist dann der Umtauschkurs eher ungünstig.“

Wo kann ich am besten Geld umtauschen?
Guzenda: „Bargeld können Sie in einer Wechselstube in Polen umtauschen, auf Polnisch „Kantor“ genannt. Die Kurse in den grenznahen Wechselstuben sind erfahrungsgemäß oft gut.

Es ist zwar ratsam, etwas Geld in der lokalen Währung dabei zu haben. Tauschen Sie aber besser nur kleine Geldbeträge in Deutschland oder in Wechselstuben auf Flughäfen um. Denn dort zahlen Sie oft ordentlich drauf.

Der günstigste Weg ist häufig, wenn Sie mit Ihrer Kreditkarte polnische Zloty direkt an einem Geldautomaten in Polen abheben. Vor der Reise sollten Sie sich jedoch bei Ihrer Bank erkundigen, ob dafür Gebühren anfallen. Bei der Abhebung sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Abrechnung in Zloty und nicht in Euro erfolgt.“

Kann ich in Polen auch bargeldlos bezahlen?
Guzenda: „Die bargeldlose Zahlung ist in Polen stärker verbreitet als in Deutschland. Sogar in kleinen Geschäften kann man oft mit Karte zahlen. Fragen Sie jedoch zuvor bei Ihrer Bank nach den Konditionen: Es kann sein, dass dafür Gebühren berechnet werden. Im Übrigen: Bei Kartenzahlung gilt das Gleiche wie beim Abheben am Geldautomaten: Wählen Sie immer die Landeswährung, also Zloty (PLN) aus. In der sofortigen Umrechnung in Euro verstecken sich meist saftige Aufschläge.“

Fragen zum grenzüberschreitenden Einkaufen beantwortet die Verbraucherzentrale:

Deutsch-Polnisches Verbraucherinformationszentrum
Karl-Marx-Str. 179/180
15230 Frankfurt (Oder)

Beratungszeiten: Di u. Do 10-13 u. 14-16 Uhr oder nach Terminvereinbarung.

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Methodik

Die VZB hat durch die Insa Consulere GmbH 1.000 Brandenburgerinnen und Brandenburger (Wohnbevölkerung ab 18 Jahren) befragen lassen. Die bevölkerungsrepräsentative Telefonbefragung wurde vom 7. bis zum 25. Januar 2019 durchgeführt.

 

Detaillierte Ergebnisse

 

Frage: Haben Sie oder jemand in Ihrem Haushalt schon einmal eine Ware bei einem Händler in Polen gekauft oder eine Dienstleistung eines polnischen Unternehmens in Anspruch genommen, z.B. Einkäufe wie Benzin oder Lebensmittel, aber auch Leistungen von Zahnärzten, Handwerkern bzw. Haushaltshilfen oder das Anmieten eines Ferienhauses?

 

Antwort

Anzahl

Anteil

Gesamt

1.000

 

ja

555

55,5%

nein

440

44,0%

weiß nicht/keine Angabe

5

0,5%