Kaminbau: Trotz Anzahlung keine Leistung

Auf der Webseite www.kamine.pl bietet ein Handwerker Kamine und den Kamineinbau an. Doch laut Beschwerden, die der Verbraucherzentrale Brandenburg vorliegen, erhielten einige Verbraucher trotz einer hohen Anzahlung die versprochene Leistung nicht. Auch ihr Geld sahen sie nicht wieder.

In der letzten Zeit wandten sich viele verzweifelte Verbraucher an das Deutsch-Polnische Verbraucherinformationszentrum (VIZ) der Verbraucherzentrale Brandenburg. Sie hatten den Handwerker Robert Pawelczuk aus Kostrzyn an der Oder mit dem Einbau eines Kamins beauftragt und bei Vertragsschluss 50 Prozent des Preises angezahlt. Doch der Handwerker erschien nie für den Kamineinbau.

Die Juristen des VIZ vertraten die Verbraucher gegenüber dem Unternehmer und halfen ihnen, vom Vertrag zurückzutreten. Seine Zusicherung, das angezahlte Geld zurückzuzahlen, hielt der Handwerker allerdings nicht ein. Inzwischen hat er seine Firma laut polnischem Zentralregister für Gewerbetätigkeit stillgelegt. Seine Internetseite www.kamine.pl ist aber immer noch erreichbar. „Wir können auf Grund der massiven Verbraucherbeschwerden nur von einer Bestellung auf www.kamine.pl abraten“, sagt Dr. Katarzyna Guzenda, Leiterin des VIZ.

„Bei der Beauftragung von Handwerkern, egal ob in Deutschland oder in Polen, sollten Verbraucher generell alles schriftlich mit dem Unternehmer vereinbaren“, rät Guzenda. Der Vertrag sollte eine Leistungsbeschreibung, einen festen Preis und Liefertermin enthalten. Zudem sollte die Anzahlung nicht zu hoch ausfallen. „Zahlt der Unternehmer die Anzahlung nicht zurück, obwohl die Leistung nicht erbracht wurde, müssen Verbraucher den mühsamen Weg vors Gericht machen, um ihr Geld zurück zu bekommen“, so die Verbraucherschützerin.

Verbraucher, die grenzüberschreitend Probleme mit Handwerkern haben, können sich für eine Beratung an das VIZ wenden.

 

28.11.2017

Design Dejan Karganović