Sprachbarriere erhöht Kosten für Verbraucher

Wer einen vollstreckbaren Titel gegen einen Unternehmer im Nachbarland hat, muss einige Hürden überwinden, um an sein Geld zu kommen. Ein zentrales Problem ist dabei die Sprachbarriere: Denn hier lauern Extra-Kosten für Übersetzungen. Das stellten die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB), die Federacja Konsumentów aus Polen und das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz (ZEV) bei ihrer Untersuchung der grenzüberschreitenden Rechtsdurchsetzung in der Praxis fest.

Wer Probleme mit einer Bestellung von Waren oder Dienstleistungen im EU-Nachbarland hat, kann Recht und Geld vor Gericht einfordern. Wenn der Verbraucher gewinnt, erhält er einen gerichtlichen Titel gegen das Unternehmen. Diesen Titel kann er durch einen Gerichtsvollzieher dann im Nachbarland vollstrecken lassen, um sein Geld zu erhalten. Die drei Verbraucherschutzorganisationen VZB, Federacja Konsumentów und das ZEV aus der französischen Grenzregion haben in ihrer Vergleichsstudie zu Deutschland, Polen und Frankreich untersucht, wie die praktische Vollstreckung funktioniert.

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Neue Studie: Beitrag zur Sicherung der Verbraucherrechte im Ausland

Die Verbraucherzentrale Brandenburg (VZB) hat ein zweijähriges deutsch-polnisch-französisches Forschungsprojekt zur grenzüberschreitenden Vollstreckung erfolgreich abgeschlossen. Verbraucher können einen praktischen Wegweiser anfordern, der sie bei der Vollstreckung ihrer Rechte im Ausland unterstützt. Auch für Rechtsanwender haben die Projektpartner ein Handbuch veröffentlicht.

Im November 2015 bestellte eine deutsche Verbraucherin bei einem polnischen Anbieter Fenster mit Rollläden. Der Handwerker baute jedoch nicht alle Fenster sachgemäß ein, zudem fehlten die Rollläden. Die Reklamation der Verbraucherin blieb unbeantwortet, weswegen sie eine Drittfirma mit der Mängelbeseitigung beauftragte und von dem polnischen Unternehmer Schadensersatz in Höhe von 3.000 Euro forderte. Diese außergerichtlichen Zah-lungsaufforderungen blieben ohne Reaktion. Wie sollte die Verbraucherin nun zu ihrem Geld kommen?

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Sonderzeichen als Hürde

Das Deutsch-Polnische Verbraucherinformationszentrum (VIZ) der Verbraucherzentrale Brandenburg untersuchte in einem EU-Projekt die Möglichkeiten und Probleme, die Verbraucher bei der Durchsetzung ihrer Rechte im Nachbarland überwinden müssen.

Juristen des Deutsch-Polnischen Verbraucherinformationszentrums (VIZ) der Verbraucherzentrale Brandenburg haben in einer Studie die Durchsetzung von grenzüberschreitenden Verbraucheransprüchen in Polen untersucht. Dazu haben sie Gerichtsvollzieher, Rechtspfleger und Anwälte befragt sowie Fälle aus der Beratungspraxis ausgewertet. „Die durchgeführte Untersuchung zeigt, dass grenzüberschreitende Vollstreckungsfälle aufgrund der fehlenden Praxis den Verbrauchern immer noch viele Schwierigkeiten bereiten“, sagt Dr. Katarzyna Guzenda, Juristin und Leiterin des VIZ.

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Schluss mit Sonntagseinkäufen in Polen

Viele Verbraucher aus der Grenzregion sind an einem Sonntags-Einkaufsbummel im Nachbarland gewöhnt. Nach einer Gesetzesänderung ist damit nun Schluss. Das Deutsch-Polnische Verbraucherinformationszentrum (VIZ) informiert.

Bislang konnte man in Polen grundsätzlich an allen Wochentagen einkaufen: Supermärkte und größere Geschäfte waren nur an Feiertagen wie Weihnachten oder Ostern geschlossen.

„Seit März ist nun ein Gesetz in Kraft, das den Verkauf an den Sonntagen beschränkt“, berichtet Dr. Katarzyna Guzenda vom Deutsch-Polnischen Verbraucherinformationszentrum der Verbraucherzentrale Brandenburg. In 2018 wird es grundsätzlich nur zwei verkaufsoffene Sonntage im Monat geben: den ersten und den letzten. Zusätzlich kann man vor Weihnachten und vor Ostern sonntags einkaufen.

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Geschenke und Feuerwerk aus Polen

Viele Verbraucher haben Weihnachtsgeschenke in Polen gekauft. Welche Rechte stehen ihnen dort zu? Kann man umtauschen, wenn das Geschenk nicht gefällt? Und was müssen Verbraucher beim Einkauf von Feuerwerk beachten? Das Deutsch-Polnische Verbraucherinformationszentrum (VIZ) gibt Tipps.

„In Polen hat man im Laden – genauso wie in Deutschland – kein generelles Umtauschrecht. Passt dem Beschenkten der Artikel nicht, kann man nur auf die Kulanz des Händlers hoffen“, erklärt Dr. Katarzyna Guzenda vom VIZ der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Es lohnt sich auf jeden Fall nachzufragen. Zwar kann man nicht auf die Erstattung des Preises bestehen, aber oft kann man sich z.B. eine andere Ware aussuchen.“

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